Zahnersatz: Fallbeispiel 12

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Fertige Arbeit unmittelbar nach dem Zementieren. Das Zahnfleisch ist noch ein wenig gepresst, wird aber sehr schnell abheilen (die Verfärbung an 22 und 21 rührt vom Fäden-Legen vor der Zementierung bei aufgrund sehr guter Mundhygiene sehr straff anliegendem Zahnfleisch (Klick!).

Bei guter Mundhygiene ist die primäre Verblockung kein Problem.

Da man eine solche Arbeit auf einen Zeitraum von 20 Jahren sehen muss (mögliche Unfälle, möglicherweise erforderliche WSR`s und zusätzliche Wurzelbehandlungen, Bruxismus, usw.) ist eine primäre Verblockung bei schwacher Pfeilersituation nicht nur problemlos möglich, sondern geradezu notwendig und indikationsgerecht, insbesondere bei Vorliegen schlechter Gewohnheiten und männlichen Patienten, die nach unserer Erfahrung wesentlich schlechter als weibliche zu motivieren sind, langfristig eine Schiene zu tragen.

Grundsätzliche Anmerkung:

Die momentan gültige Lehre von der Verblockung ist eine Irrlehre. Es handelt sich dabei um ein Dogma. Alle Dogmen sind falsch! Während die Lehrmeinung früher war, alles müsse verblockt werden, so heißt es heute, das nichts verblockt werden. Beide Lehrmeinungen beschreiben Dogmen und sind falsch, weil Mosaike nicht berücksichtigt werden!

Richtig und zukunftsweisend muss es nach unserer durch reiche Erfahrung gestützte Auffassung vielmehr heißen:

“Das, was aus statischen Gründen primär verblockt werden muss, muss auch  primär verblockt werden. Das, was aus statischen Gründen nicht primär verblockt werden braucht, braucht nicht primär verblockt werden. Das eine vom anderen richtig zu unterscheiden ist zahnärztliche Kunst. Bei der Einschätzung der Situation muss  im Sinne eines langen Verbleibens der Restauration im Mund sowohl die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft berücksichtigt werden.”

Im Sinne einer kleinen Hilfestellung zur richtigen Entscheidungsfindung können wir sagen, dass wir uns aus unserer Erfahrung heraus an viele Fälle erinnern können, bei denen wir uns später geärgert haben, bei der Anfertigung der ersten Restauration nicht primär verblockt zu haben. Auf der anderen Seite können wir uns eigentlich an keinen Fall erinnern, bei dem wir uns in der Folge geärgert hätten, primär verblockt zu haben. Daraus darf man allerdings keineswegs ableiten, dass wir alles primär verblocken. Dies ist nämlich nicht der Fall.