Die Verblockung: Fallbeispiel 3

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Ausgangs OPT, Februar 2001. Ausgesprochen schwache Pfeiler:
WF 21, WF 22 mit frakturiertem WK-Instrument seit 10 Jahren reizlos in situ. 23 auf Gingiva-Niveau frakturiert.

Brücke links unten aus 1958, funktionstüchtig!! Brücke rechts unten aus 1964, funktionstüchtig!!

Grundsätzliche Anmerkung:

Die momentan gültige Lehre von der Verblockung ist eine Irrlehre. Es handelt sich dabei um ein Dogma. Alle Dogmen sind falsch! Früher galt: Alles muss verblockt werden. Heute gilt: Nichts darf verblockt werden. Beide Lehren beschreiben Dogmen und sind somit Irrlehren, weil Mosaike nicht berücksichtigt werden!

Richtig ist vielmehr:

“Das, was aus statischen Gründen primär verblockt werden muss, muss auch primär verblockt werden. Das, was aus statischen Gründen nicht primär verblockt werden braucht, darf nicht primär verblockt werden. Das eine vom anderen richtig zu unterscheiden ist zahnärztliche Kunst. Bei der Einschätzung der Situation ist im Sinne eines langen Verbleibens der Restauration im Mund sowohl die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu berücksichtigen.”

Im Sinne einer kleinen Hilfestellung zur richtigen Entscheidungsfindung können wir sagen, dass wir uns aus unserer Erfahrung heraus an viele Fälle erinnern können, bei denen wir uns später geärgert haben, bei der Anfertigung der ersten Restauration nicht primär verblockt zu haben. Wir können uns eigentlich an keinen Fall erinnern, bei dem wir uns in der Folge geärgert hätten, primär verblockt zu haben. Daraus kann man allerdings keineswegs ableiten, dass wir alles primär verblocken. Dies ist nämlich nicht der Fall.