Stilmann-Spalte

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Ein sicheres Zeichen eines bestehenden okklusalen Traumas ist das Auftreten einer sog. Stilmann-Spalte.

Diese Patientin mit “schlechten Gewohnheiten” kam mit Schmerzen im Bereich des Zahnfleisches regio 46. Die Schwiegermutter, mit der sie sich nicht besonders versteht, war seit einer Woche zu Besuch.

Sehr schön sieht man die entzündliche, wulstige Ausprägung der Gingiva, die ausbrechenden Zahnhälse an 45 und 46 und die starke buccale Abrasion an 45. Die Krone an 46 ist bei bekannter Anamnese mit Absicht extrem abrasiv gestaltet. Zum Glück hat die Patientin nie den Rat eines Gutachters gesucht.

Nach Einschleifen eines neu aufgetretenen Laterotrusionskontaktes (das muss man in regelmäßigen Abständen überprüfen, da sich die Okklusion durch das Knirschen häufig verändert) heilt die Stilmann-Spalte schnell ab. In solch einem frühen Stadium ist eine Restitutio ad integrum nach Ausschalten des Gleithindernisses noch möglich.

Nach drei Wochen ist die Spalte vollständig abgeheilt, die Zahnfelsich-Girlande ist verschwunden, das Zahnfleisch entzündungsfrei und die Reszession an 46 deutlich verkleinert.